Ostermarsch 2003

 

Kleininch im Begleitbus

 

In diesem Jahr nahm der Inch-Clan am Ostermarsch des Friedensweg e.V. teil. Die unternahmen im Rahmen der Ostermarschbewegung eine Radtour unter dem Motto "Keine europäische Eingreiftruppe - Kriegsvorbereitungen stoppen " nach Sachsen-Anhalt. Am Karfreitag ging es bei scheussligem Gegenwind über Prettin nach Torgau. Natürlich ist Kleininch nicht die gesamten 80 km mit dem rad gefahren. Ihr war eh schlecht, so dass sie am Freitag die ganze Zeit im Begleitbus mitgefahren ist.

In Prettin besuchten wir das ehemalige  KZ Lichtenburg. Das ist ne riesige alte Burg, und war eines der ersten KZ's. Hier wurden 4/5 aller Homosexuellen Preußens inhaftiert, dazu Bibelforscher. Ab 1935 war es dann Frauen-KZ. Die Wachmannschaften von Ravensbrück und Buchenwald wurden hier ausgebildet. Das Museum befindet sich allerdings in einem bedauernswerten Zustand, nämlich noch so, wie es zu DDR-Zeiten eingerichtet wurde. Also kein Wort von Homosexuellen oder gar  Bibelforschern, stattdessen eine Fokussierung auf Antifaschisten. Das Schärfste aber ist, das Teil soll in Privathand verkauft werden. Und das, obwohl neuere Forschungen aus den 90er Jahren die überregionale Bedeutung der Lichtenburg belegen.

Lauti auf den Bus !!!Samstag dann viel Getöse um den Begleitbus. Ich hatte die Lautis gestern hochgehievt und festgezurrt, jetzt war einer der Herren der Schöpfung dran. das hat er unter meiner fachkundigen Anleitung auch gut hingekriegt. ggg  Leider passte der Bus dann irgendwie nicht mehr durch den Torbogen (Am Freitag hatten wir die Lautis schon in Prettin abgebaut). Also noch mal rauf, den ganzen Mist abgebaut, durch den Torbogen durch und wieder rauf mit dem Zeugs. Mit der entsprechenden Verspätung ging es dann zunächst Richtung Herzberg. Es schien nicht ganz so windig zu sein, jedenfalls anfangs, und so fuhr das Kleininch die ersten 10 km , bis es wieder zu regnen anfing, tapfer mit dem Rad. In Herzberg auf dem Marktplatz sollte eigentlich ein Friedensfest stattfinden, aber irgendwie hat da was nicht geklappt. Die nächsten 15 km bis Holzdorf ist das Kleininch dann wieder Rad gefahren. Bettenmachen im GemeindezentrumWir haben den Truppenübungsplatz in der Annaburger Heide umrundet und sind dann zur "Zivilen Waffeninspektion " in die Kaserne eingerückt. Das war schon ein bisschen schräg. das Inchkind, Kleininch und ich sind mit so einem Spezialfeuerwehrfahrzeug mitgefahren, die anderen nahmen in den Polizeiautos Platz. Mit den Rädern durften wir nicht in die Kaserne rein.

Übernachtet haben wir dann wieder im Gemeindezentrum in Torgau.

Am Sonntag ging es dann, bei herrlichstem Sonnenschein, auf der B87 zurück nach Leipzig. Auf diesem kürzesten Teilstück ( nur 55 km, Freitag und Samstag waren die Strecken 85 bzw. 90 km lang ) machten wir an der Mulde in Eilenburg noch eine wirklich schöne Mittagspause. Unser Fahrradkorso endete gegen 15.00 Uhr auf dem Augustusplatz in Leipzig.

 

 

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