Weltcup Nordische Kobination 2012

18. Februar 2012 in Klingenthall

Halb Sechs klingelt der Wecker. An einem Samstag!

2 Stunden später sitzen wir im Zug nach Klingenthal und versuchen den verlorenen Schlaf nachzuholen. Was ein bisschen schwierig ist, weil der Zug nach Klingenthal, das ist eher so eine Art komfortabler Straßenbahn. Komfortabel wegen der Toiletten. Nicht wegen der Sitze.

Der Schaffner verteilt Werbegeschenke der Bahn, dann kommt noch jemand vom Erholungspark Schöneck und bringt  Loipenkarten und gute Tipps unters Volk. Wir werden sofort misstrauisch. Steht ein Bahnstreik bevor? Fallen alle Zurückzüge aus? Die Bahn wird doch nicht grundlos freundlich sein? Scheinbar doch.

Wir kommen jedenfalls pünktlich in Klingenthal an und besteigen den Skibus Richtung Voigtland Arena, wo schon fleißig gesprungen wird. Nach einem folgenlosen Trainingssturz von Tino Edelmann und einem folgenschweren von Alessandro Pittin (der Italiener musste am Freitag notoperiert werden und heute eine 2. Mal unters Messer) am Freitag, hatte man die Springen abgesagt und alle auf den heutigen Samstag gelegt.

Als wir das Stadion erreichen, ist der provisorische Sprung gerade absolviert und wir suchen uns auf der gut gefüllten, aber nicht überfüllten  Zuschauertribünen ein paar fototechnisch günstige Plätze.

Trotz einiger Verzögerungen wegen des Windes und das zwei drei Athleten immer mal wieder vom Balken mussten, gestaltet sich der Wertungssprunglauf zügig. Verwirrt sind wir alle, als Tino Edelmann die Schanze ganz verlässt. Wie sich herausstellt, ist er disqualifiziert wurden, weil er den Sprungkorridor nicht genutzt hat. Na das ist vielleicht doof.

Bis zum Lauf gibt es eine zweistündige Pause, die wir nutzen, um nach langem Anstehen bei einer völlig überforderten älteren Dame, zwei Beefsteak statt Roster, die angeblich alle sind, eine Knacker und Gulasch zu kaufen. Die Beefsteaks und der Gulasch sind lauwarm, Roster sehen wir beim Senf holen auf der Wärmeplatte liegen... Der Bäcker der Quarkbällchen und der Verkäufer sind fitter, so schmeckt das Dessert gut und ist auch heiß.

Wir suchen uns einen schönen Platz an der Strecke. Das große Kind und der Freund stapfen dazu weit durch den Wald. Das kleine Kind und ich bleiben in einer Kurve am ersten Aufstieg, da kommen die Skiläufer direkt auf uns zu bzw. sehen wie sie die Abfahrt meistern. Unglaublich, wie viel Speed die drauf haben, so bergab. Und dann müssen sie auch noch um die Kurve. Wäre ja nett, wenn einer in den Bach fahren würde, oder in die Pressefotografen. Natürlich ohne sich was zu tun oder seine Position einzubüßen. Nur so als Einlage.

Passier natürlich nicht.

Die Siegerehrung verpassen wir, weil der Weg zurück  zum Stadion doch etwas weit ist und wir nicht während des Rennen die Strecke verlassen wollten. Das war vom Veranstalter echt schlecht organisiert. Entweder man lässt die Zuschauer nach dem Ende des Rennens direkt und ohne Umweg über die Straße ins Stadion, oder man wartet eben mit der Zeremonie, bis alle zurück sind.

Naja, war trotzdem schön. Und das Wetter optimal. Grad so, dass man nicht unnötig friert, als Zuschauer.

Das (noch unvollständige) Album

(Klick aufs Bild)

 

 

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